Jahresbericht 2025

Jahresbericht Juni 2025 interaktiv

Liebe Leserinnen und Leser,

was bleibt von einem Jahr, das neue Wege eröffnet, aber auch schwierige Fra gen aufgeworfen hat? Die Universitätsmedizin stand 2025 vor wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen. Gleichzeitig haben wir es geschafft, wichti ge neue Projekte in der Medizin anzustoßen, Strukturen weiterzuentwickeln und Prozesse neu zu denken. Der Rückblick zeigt: Das UKSH ist in Bewegung – und bleibt der Garant für Spitzenmedizin in Versorgung und Forschung in Schleswig Holstein in enger Zusammenarbeit mit den Universitäten. Mehr erfahren Sie in unserem interaktiven Jahresbericht – wir freuen uns über Ihr Interesse.

Ihr Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz Vorstandsvorsitzender/CEO des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein

Der Begrüßungsfilm zum interaktiven Jahresbericht des UKSH zeigt, was 2025 wichtig war für die Universitätsmedizin in Schleswig-Holstein.

UKSH zugunsten der öffentlichen Hand betrug im Jahr 2025 2,87 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2025 wurde die Entwicklung der Leistungserbringung maßgeblich durch externe und struk turelle Einflussfaktoren geprägt. Ins besondere die rechtlichen Rahmenbe dingungen im Pflegebereich wirkten sich spürbar auf die verfügbaren Ka pazitäten und organisatorischen Ab läufe aus. Gleichzeitig erschwerte der anhaltende Fachkräftemangel eine

Die Universitätsmedizin ist ein bedeu tender Innovationsmotor und Wert schöpfungsfaktor in Schleswig-Hol stein: Als größter Arbeitgeber und wichtiger Ausbildungsbetrieb des Landes beschäftigt der Konzern UKSH 17.498 Mitarbeiterinnen und Mitarbei ter. Dies entspricht einem Gehaltsvo lumen von 1,02 Mrd. Euro, von dem rund 400 Mio. Euro über die Einkom mensteuer an das Land fließen. Allein das Steueraufkommen des Konzerns

lung gegenüber dem Vorjahr erreichen und die Leistungen um 2,3 % steigern. Auch die Einwerbung von Drittmitteln entwickelte sich im Jahr 2025 für das UKSH, die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Sektion Medizin der Uni versität zu Lübeck positiv. Insgesamt wurden Drittmitteleinnahmen in Höhe von rund 127,6 Mio. Euro erzielt, was einem Anstieg von etwa 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

bedarfsgerechte Personalbesetzung. Zusätzlich belasteten deutliche Preis steigerungen, insbesondere bei Me dizinprodukten, Arzneimitteln sowie externen Dienstleistungen, die wirt schaftliche Situation. Weitere Kosten steigerungen ergaben sich aus den Tarifeffekten des TV-L und TV-Ä sowie aus den erhöhten Beiträgen zur Kran ken- und Pflegeversicherung. Trotz dieser Herausforderungen konnte das UKSH eine positive Leistungsentwick

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KONZERN-KENNZAHLEN Zahlen Stand: 31.12.2025

Prof. Dr. Joachim Thiery Dekan der Medizinischen Fakultät der CAU zu Kiel als Vorstandsmitglied für Forschung und Lehre

Monika Alke Vorstand für Krankenpflege, Patientenservice und Personal angelegenheiten / CHRO

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Krankenversorgung/ CEO

Prof. Dr. Thomas Münte Vizepräsident Medizin der UzL als Vorstandsmitglied für Forschung und Lehre

Der Vorstand des UKSH

Peter Pansegrau Kaufmännischer Vorstand / CFO

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Finanzen

Verweildauer und CMI (ohne ZIP )

2025 2024 2023 2022 2021

in Mio. Euro

*2025

2024

2023

2022

2021

UKSH gesamt

mittlere Verweildauer in Tagen

5,9

6,0

5,9

6,0 6,1

Bilanzsumme Konzern

2.627,1 2.557,3

3.284,9 2.951,5 2.612,9

Campus Kiel

6,0 6,2 5,8 6,1 6,2

Zuweisung öffentl. Hand inkl. Beamten-Tarifsteigerung

149,6 149,7 154,2 150,4 147,8

Campus Lübeck

5,6 5,7 5,7 5,9 5,8

davon Investitionsmittelzuschuss

13,0

9,8 10,0 16,7

10,1

Radiologiezentrum 8,8 9,5 9,4 10,3 9,6

Pauschale KHG-Förderung

0,7 55,2

4,1

7,9

0,6

Drittmitteleinnahmen

127,6 122,1 111,3 116,5 94,6

UKSH gesamt

CMI ohne Pflegeanteil (durchschnittlicher Schweregrad der behandelten Fälle)

1,162 1,157 1,156 1,193 1,192

davon UKSH

124,7 119,2 108,9 114,4 92,9

Campus Kiel

1,215 1,233 1,233 1,249 1,268

davon ZIP

2,9

2,9

2,4

2,1

1,8

Campus Lübeck

1,106 1,080 1,130 1,130 1,114

Radiologiezentrum 1,410 1,464 1,494 1,594 1,491

*vorläufige Zahlen, vorbehaltlich der Zustimmung der erforderlichen Gremien

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2025 (UKSH: 109.990) 2024 (UKSH: 109.945)

Entwicklung Case-Mix-Punkte

Quelle: Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD)

0 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 180000 160000 140000 120000 100000 80000 60000 400000 20000 0

Ulm

Köln

Jena

Bonn

Halle

Essen

Berlin

Mainz

UKSH

Gießen

Leipzig

Aachen

Rostock

Dresden

Freiburg

Münster

Marburg

Erlangen

Tübingen

Hamburg

Homburg

Frankfurt

Würzburg

Hannover

Göttingen

Mannheim

Heidelberg

Magdeburg

Düsseldorf

Greifswald

Regensburg

TU München

LMU München

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Patientinnen und Patienten

Notfälle

gesamt

102.697

Campus Kiel

49.057

Campus Lübeck

53.640

Behandlungsfälle

gesamt

513.878

Geburten / Säuglinge

gesamt

4.399 / 4.507

Behandlungsfälle ambulant

gesamt

397.753

Campus Kiel

1.843 / 1.890

Campus Kiel

206.500

darunter 43 Zwillings-

und zwei Drillingsgeburten

Campus Lübeck

187.874

Campus Lübeck

2.556 / 2.617 darunter 61 Zwillingsgeburten

Radiologiezentrum

3.379

Behandlungsfälle stationär

gesamt

105.412

Campus Kiel

49.604

Behandlungsplätze (Dialyse und Tageskliniken) UKSH gesamt: 309 Campus Kiel: 166 Campus Lübeck: 143 Betten (lt. KH-Plan) UKSH gesamt: 2.589 Campus Kiel: 1.322 Campus Lübeck: 1.267

Campus Lübeck

54.202

Radiologiezentrum

1.606

Behandlungsfälle teilstationär

gesamt

10.713

Campus Kiel

5.979

Campus Lübeck

4.734

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Einzugsgebiete der teil- und vollstationären Patientinnen und Patienten

MECKLENBURG-VORPOMMERN

SCHLESWIG-HOLSTEIN

gesamt:

gesamt:

105.183 54.319 50.864

4.958

Kiel:

Kiel:

191

Lübeck:

Lübeck:

4.767

HAMBURG

gesamt:

1.341

Kiel:

502 839

Lübeck:

BREMEN

gesamt:

203 138

Kiel:

Lübeck:

65

NIEDERSACHSEN

gesamt:

2.354

Kiel:

893

Lübeck:

1.461

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Das UKSH steht für Spitzenmedizin – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. In 95 Kliniken und Instituten sorgen unse re Expertinnen und Experten dafür, dass sich die Menschen in Schleswig-Holstein jederzeit auf ihre Universitätsmedizin verlassen können. Wer an einer schwe ren, einer chronischen oder einer selte

Hinter diesem Erfolg stehen unse re Mitarbeitenden in allen Berei chen, die täglich Verantwortung übernehmen und die interdiszipli näre medizinische Versorgung auf höchstem Niveau gewährleisten. Eng verknüpft ist unsere Patienten versorgung mit der Forschung der

nen Erkrankung leidet, findet am UKSH hochspezialisierte Untersuchungen und Therapien. Die Qualität unserer medizi nischen Leistungen wird auch bundes weit anerkannt: Sowohl das Nachrich tenmagazin Stern als auch das Magazin Focus zeichneten das UKSH 2025 als zweitbestes Klinikum Deutschlands aus.

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität zu Lübeck. So können unsere klinisch-wissen schaftlichen Teams neue Lösungen für eine personalisierte und nach haltige Medizin entwickeln, die un seren Patientinnen und Patienten unmittelbar zugutekommen.

STERN KLINKLISTE

FOCUS KLINKLISTE

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4.500 Neugeborene am UKSH

2025 entschieden sich die meisten werdenden Eltern im nördlichsten Bun desland für eine Geburt an einem der beiden UKSH-Standorte: Bei 4.399 Ge burten kamen 4.507 Kinder zur Welt. Trotz sinkender Geburtenzahlen bun desweit war das UKSH erneut die ge burtenstärkste Klinik Schleswig-Hol steins und gehörte in Deutschland zu den fünf geburtenstärksten Kliniken. Der Campus Lübeck blieb Spitzenrei ter im Land mit 2.556 Geburten – dar

unter 61 Zwillingsgeburten – und 2.617 Neugeborenen. Der Campus Kiel ver zeichnete die meisten Geburten in der Landeshauptstadt: Bei 1.843 Geburten kamen 1.890 Kinder zur Welt, darunter 43 Zwillings- und zwei Drillingsgebur ten. Diese Entwicklung bestätigt das Vertrauen in die Qualität und das hohe Versorgungsniveau am UKSH – sowohl in der regulären Geburtshilfe als auch in der Versorgung von Risikoschwan gerschaften.

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Die Geburtskliniken des UKSH in Kiel und Lübeck sind auf der höchsten Versorgungsstufe Level 1 zertifiziert und verfügen über neonatologische Intensivstationen.

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KI unterstützt klinische Entscheidungen Als erstes Krankenhaus in Deutschland hat das UKSH im Januar 2025 die Soft ware MAIA eingeführt, die Ärztinnen und Ärzte bei klinischen Entscheidun gen unterstützen kann. MAIA, kurz für Medical Artificial Intelligence Assistant, gibt Hinweise auf potenziell noch nicht diagnostizierte Erkrankungen oder me dizinische Komplikationen, individuell für jede Patientin und jeden Patienten: Welche Patientin könnte vor einem Nie renversagen stehen? Welcher Patient ist besonders gefährdet für einen Sturz oder eine Sepsis? Mit MAIA können die se individuellen Risiken genauer ein geschätzt und dementsprechend Vor sorgemaßnahmen ärztlich angeordnet werden. Die Software wurde zunächst in der Klinik für Innere Medizin I, Cam pus Kiel, sowie in den Notaufnahmen und auf Intensivstationen am Campus Kiel und Campus Lübeck implementiert. Perspektivisch soll sie überall in der stationären Versorgung am UKSH zum Einsatz kommen. „Als eine der bestdigitalisierten Uni versitätskliniken Deutschlands haben wir die Chance, hier erstmals in der Breite des klinischen Routineeinsat zes maschinelles Lernen einzusetzen. Langfristig ist es unser Ziel, so die Ver sorgung unserer Patientinnen und Pa tienten weiter zu optimieren“, sagte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, Vor standsvorsitzender (CEO) des UKSH. MEHR LESEN

Die Projektleitung bei der Vorstellung der neuen KI-Anwenung mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, CEO des UKSH (3. v.r.). Die Software MAIA entstand in einer Entwicklungs- und Forschungskooperation des UKSH mit dem Unter nehmen Tiplu.

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Heilung per KI kontrollieren Ältere Menschen mit Erkrankungen des Bewegungsapparates sollen künftig besser versorgt werden. Daran arbei tet seit Februar 2025 das europäische Forschungsprojekt SmILE (Smart Im plants for Life Enrichment), an dem das UKSH und die Universität zu Lübeck beteiligt sind. Ziel ist es, intelligente Implantate und Sensoren mit künstli cher Intelligenz zu verbinden, um Be handlungserfolge zu überwachen und Komplikationen früh zu erkennen. So könnten Patientinnen und Patienten etwa nach einer Gelenkoperation per App ihren Heilungsverlauf verfolgen. Ein Team der Klinik für Orthopädie und

Unfallchirurgie untersucht im Projekt, wie sich die Nachsorge nach Schulter operationen verbessern lässt, gefördert mit rund 1,3 Millionen Euro. Das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie erhält eine Förderung von 1,8 Millionen für die Aufgabe, Patientinnen und Pati enten aus drei Ländern aktiv in die Ent wicklungs- und Forschungsvorhaben einzubeziehen. Insgesamt arbeiten 25 Institutionen aus zwölf europäischen Ländern zusammen. Die EU und die Schweiz fördern SmILE über fünf Jahre mit rund 20 Millionen Euro.

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Neue Behandlungsmöglichkeiten durch roboterassistierte Mikrochirurgie

Dr. Dr. Henning Wieker, Leitender Oberarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, bei einem Eingriff mit dem Mik rochirurgie-Roboter. Das System ermöglicht feinste Nähte mit be sonders dünnem Material, gleicht das kleinste Zittern aus und bie tet durch 3D-Visualisierung mit bis zu 30-facher Vergrößerung eine deutlich verbesserte Sicht auf das Operationsfeld.

2025 haben die Expertinnen und Exper ten am Campus Kiel gleich zwei neue Operationsverfahren mit dem mikro chirurgischen Robotersystem vom Typ „Symani Surgical System“ erfolgreich durchgeführt. Dem interdisziplinären Team der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der HNO-Klinik gelang es erstmals in Deutschland, mithilfe des Mikrochi

rurgie-Roboters winzige Gefäße zu verbinden, um den Lymphabfluss im Halsbereich eines Patienten wiederher zustellen, der nach einer Krebsopera tion unter sehr starken Schwellungen litt. Durch die neue OP-Methode konnte das Risiko eines Luftröhrenschnitts ver mieden und die Lebensqualität des Be troffenen erheblich verbessert werden. Weltweit erstmalig erfolgte mit dem

roboterassistierten System eine Shunt Operation in der Gefäßchirurgie. Dabei wurde ein sogenannter Dialyse-Shunt angelegt – eine künstliche Verbindung zwischen Arterie und Vene, die für die Blutreinigung per Dialyse erforderlich ist. Dank der Robotik war der Eingriff besonders schonend und präzise. Roboterassistierte Chirurgie ist am UKSH fest etabliert. Neue Technologien

werden hier patientenorientiert in die chirurgische Versorgung intergiert. Das Kurt-Semm-Zentrum für laparoskopi sche und roboterassistierte Chirurgie, das interdisziplinäre Kompetenzzent rum von UKSH und Christian-Albrechts Universität zu Kiel, treibt die Wei terentwicklung und Spezialisierung fachübergreifend voran.

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Gesund leben gegen Parkinson Die Zahl der Menschen, die an Par kinson erkranken, steigt weltweit ra sant. Lebensstiländerungen können den chronischen Krankheitsverlauf je doch positiv beeinflussen. In der Studie „PREVENTION-IN-PD“ erprobt die Klinik für Neurologie, Campus Kiel, seit April 2025 das weltweit erste multimodale Lebensstil-Interventionsprogramm für Betroffene, das körperliches und kog nitives Training, Ernährungsberatung und Maßnahmen für gesunden Schlaf kombiniert. Geprüft wird, wie Patien tinnen und Patienten die Änderungen dauerhaft umsetzen können, wie sich die Symptome und die Lebensqualität entwickeln. Die Forschenden wollen damit die Grundlage für ein deutsch

PD Dr. Eva Schäffer, Oberärztin der Klinik für Neurologie des UKSH, Campus Kiel

Prof. Dr. Daniela Berg, Direktorin der Klinik für Neurologie des UKSH, Campus Kiel

landweites Interventionsprogramm schaffen und präventive Lebensstilmaßnahmen als wichtiges Therapieelement etablie ren. Gefördert wird das Vorhaben als eines von sechs „Leucht turm-Projekten“ von der Parkinson Stiftung und der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e. V.

GESUND LEBEN GEGEN PARKINSON

STUDIE ZUR PRÄVENTION

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Hochpräzisionsmedizin lindert das Zittern

Am Campus Kiel ist seit Dezember 2025 ein neues hochmodernes MRT-gesteu ertes fokussiertes Ultraschallsystem zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Bewegungsstörungen im Einsatz. Der UKSH Freunde- und För derverein und die Förderstiftung des UKSH haben zum Erwerb dieser neuen Technologie mit rund einer Million Euro wesentlich beigetragen. Das UKSH wird so mit den Kliniken für Neurochirurgie, für Neurologie sowie für Radiologie

und Neuroradiologie am Campus Kiel als weltweit führendes Zentrum für fo kussierten Ultraschall weiter gestärkt. Bei der Behandlung werden durch ge bündelte Schallwellen gezielt jene Nervenzellen verödet, die für das Zit tern bei der Parkinson-Krankheit oder essentiellem Tremor verantwortlich sind. Das Verfahren kann das Zittern in der Regel um 70 bis 80 Prozent redu zieren und die Lebensqualität erheb lich verbessern.

Mithilfe des MRT-gesteuerten fokussierten Ultraschalls können Bewegungsstörungen wie Parkinson-Tremor oder essentieller Tremor präzise, schonend und ganz ohne chirurgischen Eingriff behandelt werden.

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Modernste Herzmedizin für Kinder und Erwachsene Am Campus Kiel wurde im September 2025 das Kardiologische Interventions Centrum (KIC) feierlich eröffnet – ein wichtiger Baustein des Baulichen Mas terplans und damit der Gesamterneue rung des UKSH. Im KIC sind die Herzka theterlabore der Klinik für Innere Me dizin III (Kardiologie und konservati ve Intensivmedizin) und der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinder kardiologie zusammengeführt worden. Entstanden ist eine der modernsten Einrichtungen ihrer Art in Europa. Pa tientinnen und Patienten aller Alters gruppen – vom Neugeborenen mit angeborenem Herzfehler bis zum Er wachsenen mit akutem Herzinfarkt – werden hier minimalinvasiv untersucht und behandelt. Die Lage im zentralen Klinikgebäude direkt neben der Inter disziplinären Notaufnahme mit ihrer Chest-Pain-Unit ermöglicht schnelle Hilfe bei Herz-Notfällen. Auf rund 1.500 Quadratmetern bietet das KIC einen Überwachungsbereich für die Betreu ung vor und nach dem Eingriff sowie sechs hochmoderne Behandlungsräu me. Sie sind mit innovativer Bildge bung ausgestattet, die besonders prä zise Eingriffe ermöglicht. Im KIC steht eine medizintechnische Ausstattung mit einem Gesamtwert von rund 9 Mio. Euro zur Verfügung – bestehend aus Geräten aus den bisherigen Herzkathe terlaboren und hochmodernen Neuan schaffungen. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf circa 15 Mio. Euro. Im

KIC können jährlich mehr als 4.000 Er wachsene sowie circa 400 Kinder und Erwachsene mit angeborenen Herzfeh lern versorgt werden. Ein besonderer Gewinn ist das KIC für die Versorgung von Kindern mit schwe ren Herzrhythmusstörungen. Bereits zuvor konnten junge Patientinnen und Patienten in spezialisierten EPU-La boren mit modernsten Verfahren wie 3D-Mapping und Katheterablation be handelt werden – jedoch räumlich ge trennt von der Kinderkardiologie. Mit dem neuen Zentrum arbeiten Kinder kardiologie und Elektrophysiologie nun unter einem Dach – für mehr Sicherheit und eine noch engere Zusammenarbeit beider Fachbereiche.

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ERÖFFNUNG KIC AM CAMPUS KIEL

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Neue Therapie bei Herzklappen-Erkrankungen

Als eines der ersten Zentren in Deutsch land hat das UKSH im August 2025 ein minimalinvasives Verfahren zum voll ständigen Ersatz der Mitralklappe über die Leiste angewandt. In Kiel und Lü beck behandelten die Expertenteams der kardiologischen Kliniken nahezu zeitgleich und erfolgreich zwei Patien ten mit der neuartigen Herzklappen Prothese vom Typ „Sapien M3“. Bei die ser Technologie wird die Prothese ohne eine große Operation implantiert. Über einen Zugang in der Leiste wird sie mit

hilfe eines Katheters – eines dünnen, flexiblen Schlauchs – bis zum Herzen vorgeschoben. Bislang konnten auf die se Weise nur drei der vier Herzklappen ersetzt werden. Mit dem neuen System ist dies nun auch für die Mitralklappe möglich. Damit eröffnet sich eine neue Behandlungsmöglichkeit für Patientin nen und Patienten, für die aufgrund ih res Gesundheitszustands und der spe zifischen Anatomie ihrer Mitralklappe bisher keine der verfügbaren Therapien in Frage kam.

NEUE THERAPIE IN DEN HERZZENTREN

Implantation der „Sapien M3“-Katheterklappe im Hybrid-OP des Universitären Herzzentrums Lübeck/ Medizinische Klinik II.

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UCCSH bündelt Spitzenmedizin und Forschung

Im Universitären Cancer Center Schles wig-Holstein (UCCSH) arbeiten fach- und campusübergreifend die Expertin nen und Experten aller Einrichtungen des UKSH und der Universitäten Kiel und Lübeck zusammen, die an der on kologischen Versorgung und Forschung beteiligt sind. Als führendes überregio nales Krebszentrum in Schleswig-Hol stein und darüber hinaus bietet es für Patientinnen und Patienten mit bös artigen Tumorerkrankungen eine inter

disziplinäre Versorgung auf höchstem Niveau unter Einbeziehung neuester Forschungsergebnisse und der Mög lichkeit zur Teilnahme an klinischen Studien aller Entwicklungsphasen. In enger Zusammenarbeit mit Koopera tionspartnern gewährleistet das UCCSH eine leitliniengerechte Behandlung und gestaltet gemeinsam Projekte im Be reich Prävention und Forschung.

800.000 Euro für Krebsforschung Das UCCSH hat 800.000 Euro aus der Erbschaft von Maria-Luise Sonntag er halten, die das Geld ausdrücklich der Krebsforschung am UCCSH widmete. Die Mittel fließen unter anderem in die Nachwuchsförderung sowie den Auf bau einer innovativen Patient-Avatar Plattform zur Entwicklung präziserer Krebstherapien. Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Dr. Dorit Sten ke sagte bei der Übergab des ersten Zu weisungsbescheids über 400.000 Euro im August 2025: „Dank der großzügi gen Erbschaft von Maria-Luise Sonntag sowie der kontinuierlichen Förderung durch das Land kann das UCCSH seine Spitzenforschung weiter ausbauen und gleiche Chancen auf modernste Thera pien für alle Patientinnen und Patien ten schaffen.“

STARK GEGEN KREBS

WEITERE INFORMATIONEN

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Brustkrebs sicherer operieren

Personalisierte Präzisionschirurgie bei Hirntumoren Ein Meilenstein in der Neurochirurgie: Forschende des UKSH, Campus Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Max-Planck-Instituts für Molekulare Genetik, Berlin, haben eine innovative Methode entwickelt, die es ermöglicht, Hirntumoren während einer Operation in Echtzeit molekulargene tisch zu klassifizieren. Der bahnbre chende Ansatz kombiniert die Analyse der DNA-Methylierung – also des „Fin gerabdrucks“ des Tumors – mit neuen maschinellen Lerntechnologien, um bereits während des Eingriffs detaillier

desministerium für Forschung, Techno logie und Raumfahrt über drei Jahre mit 1,1 Millionen Euro gefördert. „Ziel unse res Projektes ist es, brusterhaltende Eingriffe sicherer und erfolgreicher zu machen und so neue Standards in der Krebschirurgie zu setzen“, sagte Prof. Dr. Maggie Banys-Paluchowski, Leiterin des Brustzentrums der Klinik für Frauen heilkunde und Geburtshilfe des UKSH, Campus Lübeck. Sie ist gemeinsam mit dem KI-Experten Prof. Dr. Mattias Hein rich, Institut für Medizinische Informatik der Universität zu Lübeck, federführend am Projekt beteiligt. Das Unternehmen EchoScout GmbH ist als Projektpartner für die Entwicklung einer neuen Technik zur 3D-Ultraschall-Bildgebung einge bunden.

te Informationen über die Tumorart zu liefern. Damit ist es erstmals möglich, die neurochirurgische Operation an den individuellen Merkmalen des Hirntu mors auszurichten und nicht mehr nur an der Lage und der Nähe des Tumors zu Funktionszentren im Gehirn. So wird ein gezieltes Vorgehen bei der Tumor entfernung ermöglicht, was gerade bei komplexen Fällen einen entscheiden den Vorteil für die Patientinnen und Pa tienten darstellt. Die Erkenntnisse wur den im Februar 2025 im renommierten Journal Nature Medicine publiziert.

Um während einer OP Brusttumoren besser sichtbar und auffindbar zu ma chen, die zuvor mit einer Chemothera pie behandelt wurden, kombinieren For schende des UKSH, Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck moderne, im Ultraschall gut erkennbare Gewebemar ker mit einer KI-gestützten Bildanalyse. Das Projekt HARMONIE wird vom Bun

BRUSTKREBS SICHERER OPERIEREN

WEITERE INFORMATIONEN

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Schonendere Therapie für Kinder und Jugendliche mit Leukämie

mo-Medikamente wird Immuntherapie verabreicht, die es den Betroffenen er möglicht, Leukämiezellen mithilfe des eigenen Immunsystems zu vernichten“, sagte Klinikdirektor Prof. Cario. „Außer dem können wir über neue molekulare Marker die Gruppe der Patientinnen und Patienten, die exzellente Heilungschan cen haben, noch präziser identifizieren, um sie dann mit wenig Chemotherapie in Kombination mit Immuntherapie zu behandeln.“

Der Klinik für Kinderonkologie und -rheumatologie, Campus Kiel, mit ihrem Studienzentrum zu Leukämie im Kin des- und Jugendalter ist es gelungen,

eine Förderung in Höhe von drei Mil lionen Euro von der Deutschen Krebs hilfe einzuwerben: Hauptziel der neu en Studie ist es, für eine relevante Zahl

an Kindern mit Leukämie, die eine exzellente Prognose haben, die Chemotherapie und damit die Nebenwirkungen und Spät folgen drastisch zu reduzieren, ohne dass die Heilungschancen dadurch beeinträchtigt werden. Die akute lymphoblastische Leukämie (ALL), eine spezielle Form des Blutkrebses, ist die mit Abstand häufigste Krebserkran kung im Kindesalter. In Deutsch land erkranken pro Jahr circa 550 bis 600 Kinder und Jugend

liche unter 18 Jahren neu an einer ALL. Durch monatelange intensive Chemo therapie können inzwischen rund 90 Prozent der Betroffenen von der Leuk ämie geheilt werden. Diese Behandlung ist jedoch mit schweren, teils lebensbe drohlichen Nebenwirkungen und Spät folgen verbunden. „Wir sind der festen Überzeugung, dass wir für jedes fünfte Kind die Chemo therapie um 50 Prozent reduzieren können. Statt der eingesparten Che

DEUTSCHE KREBSHILFE FÖRDERT STUDIE

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Fünf Millionen Euro für Klinische Forschungsgruppe CATCH ALL

KI verbessert Brustkrebserkennung im Mammographie-Screening

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat im Oktober 2025 bekanntgegeben, dass sie die Klinische Forschungsgruppe „CATCH ALL – Heilungsperspektive für alle Altersgruppen bei Akuter Lymph oblastischer Leukämie“ für weitere vier Jahre (2026–2030) mit mehr als fünf Millionen Euro fördern wird. „Mit dieser erneuten Unterstützung können wir die Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung weiter aus bauen und die Behandlungsperspekti ven für Patientinnen und Patienten ver bessern“, sagte Prof. Dr. Claudia Baldus, Direktorin der Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie. Die Forschungsgruppe will ein umfassenderes Verständnis von Krankheitsbiologie und Arzneimittelre sistenz gewinnen, neue therapeutische Zielstrukturen identifizieren und die Entwicklung innovativer Immunthera pien vorantreiben.

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In der weltweit größten prospektiven Studie zum Ein satz von KI im deutschen Mammographie-Screening Programm konnte die Entdeckungsrate für Brustkrebs um fast 18 Prozent gesteigert werden – ohne dass es vermehrt zu falschem Alarm oder unnötigen Zusatz untersuchungen kam. Die Studie, durchgeführt von der Universität zu Lübeck und dem UKSH in Zusam menarbeit mit der Firma Vara, zeigt zudem, dass KI die Arbeitslast von Radiologinnen und Radiologen ohne Qualitätsverlust reduzieren kann. „Eigentlich wollten wir mit der Studie zeigen, dass die KI-Befundung der menschlichen Befundung gleichwertig ist“, erklärte Prof. Dr. Alexander Katalinic, Studienleiter und Direk tor des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie. „Doch die Ergebnisse haben uns positiv überrascht: KI verbessert die Brustkrebsentdeckungsrate sogar sig nifikant.“ Veröffentlicht wurde die Studie im Januar 2025 im renommierten Fachjournal Nature Medicine.

Prof. Dr. Alexander Katalinic Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Epide miologie

CATCH ALL Mitglieder und Gäste bei der 2. CATCH ALL Summerschool in Eutin

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Entzündungsforschung Im Exzellenzcluster „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankun gen“ (Precision Medicine in Chronic In flammation – PMI) arbeiten Forschende aus Medizin und Grundlagenwissen schaft zusammen, um Diagnose, Be handlung und Prävention von chroni schen Entzündungskrankheiten deutlich zu verbessern. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Präzisionsmedizin, bei der Therapien zum Einsatz kommen, die in dividuell auf die einzelne Patientin und den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Das UKSH ist eine der Trägerein richtungen des Clusters. Sichtbares Zei chen für die enge Kooperation des UKSH mit den Universitäten in Kiel und Lübeck auf diesem Feld ist das Exzellenzzent rum für Entzündungsmedizin (Compre hensive Center for Inflammation Medi cine, CCIM), in dem das Exzellenzcluster seine klinische Anwendung findet: Pa tientinnen und Patienten mit schwer wiegenden chronisch-entzündlichen Erkrankungen erhalten hier Zugang zu hochspezialisierter Diagnostik und Therapie und die Möglichkeit, an inno vativen Studien teilzunehmen. Studien ergebnisse von Forschenden des Exzel lenclusters boten 2025 unter anderem neue Ansatzpunkte für die gezielte Be handlung der Covid-19-Erkrankung und des Post-Covid-Syndroms.

MEHR ZUM EXZELLENZ CLUSTER PMI

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en Förderperiode wird PMI den Fokus auf die Übertragung von Forschungs erkenntnissen in die klinische Anwen dung legen. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, Vor standsvorsitzender (CEO) des UKSH, gratulierte:„Die erneute Förderung des Exzellenzclusters PMI ist ein überwäl tigender Erfolg und ein klares Zeugnis für die herausragende Forschungs arbeit, die hier am UKSH und mit un seren Partnern geleistet wird. Diese vierte Förderperiode wird es uns er möglichen, die Präzisionsmedizin bei chronisch-entzündlichen Erkrankun gen entscheidend weiterzuentwickeln und unsere Erkenntnisse direkt den Patientinnen und Patienten zugäng lich zu machen. Das ist ein Meilenstein für unsere Entzündungsforschung und zeigt, dass unsere Strategie der engen Vernetzung von Spitzenforschung und klinischer Anwendung Früchte trägt.“

Exzellenzcluster PMI erhält Förderung bis 2032

Foto-Galerie

Dass wir nun bereits zum vierten Mal gefördert werden, bestätigt die wissen schaftliche Exzellenz unserer Mitglieder sowie die gelungene interdisziplinäre Zusammen

arbeit über Fachgrenzen und Institutionen hinweg. Prof. Dr. Stefan Schreiber, Sprecher des Exzellenzclusters PMI

Großer Erfolg für die Entzündungsfor schung im Norden: Im Mai 2025 gab die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder zusammen mit der Deutschen Forschungsgemein schaft (DFG) und dem Wissenschafts rat bekannt, dass der Exzellenzcluster PMI im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern weiter gefördert

wird – bereits zum vierten Mal in Fol ge. Die beantragte Fördersumme liegt bei fast 70 Millionen Euro für den Zeit raum von Januar 2026 bis Ende 2032. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und die Universität zu Lü beck (UzL) hatten sich nach drei erfolg reichen Förderphasen gemeinsam um die Fortführung beworben. In der neu

ERFOLG FÜR PMI

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Elf Millionen Euro für Forschungsprojekt PerPrev- CID

nale Forschungseinrichtungen aus acht Ländern. Es wird mit insgesamt elf Mil lionen Euro aus dem Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm „Horizon Europe“ der Europäischen Union über fünf Jahre gefördert. Zusätzlich stellt die Schweizer Regierung 2,5 Millio nen Euro für die Mitwirkenden aus der Schweiz bereit. Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung innovativer Werk zeuge und Methoden, um Krankheitsri siken früher erkennen und gezielt be handeln zu können. Darüber hinaus wird PerPrev-CID medizinischen Fachkräften wissenschaftlich validierte Daten zu Er nährung und Lebensstilfaktoren bereit stellen, die eine personalisierte Patien tenversorgung ermöglichen.

Rheumatoide Arthritis und chronisch entzündliche Darmerkrankungen ge hören zu den häufigsten chronisch entzündlichen Erkrankungen. Trotz intensiver Forschungsanstrengungen stehen derzeit noch keine Mittel zur Vorbeugung und frühzeitigen Behand lung dieser Krankheiten zur Verfügung. Das europäische Forschungsprojekt PerPrev-CID („Personalised Disease Prediction and Prevention in Chronic

Inflammatory Disorders“) hat sich zum Ziel gesetzt, diese Lücke zu schließen und neue Standards für die Diagnos tik und Behandlung dieser Krankhei ten zu entwickeln, um den Betroffenen eine effektivere Versorgung zu bieten. Das Projekt wird seit Januar 2025 vom UKSH, der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und dem Exzellenzcluster PMI koordiniert und vereint 15 internatio

Prof. Dr. Philip Rosenstiel, Direktor des Instituts für Klinische Molekularbio logie am UKSH, Campus Kiel, und wissenschaft licher Koordinator des PerPrev-CID-Konsortiums.

FOLGEN SIE PERPREV-CID

11 MILLIONEN EURO FÜR FORSCHUNGSPROJEKT

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Mehr als 6.500 Pflegefachpersonen auf den Stationen und im Funktions dienst tragen am UKSH täglich gemein sam mit den ärztlichen und therapeu tischen Teams große Verantwortung für die Genesung unserer Patientinnen und Patienten. Komplexe Krankheits bilder, schwere Verläufe und seltene Erkrankungen gehören im UKSH zum

klinischen Alltag. Die Pflegenden sind eng eingebunden in interdisziplinäre Therapieverfahren und die Anwendung modernster Medizintechnik. Dabei er füllen sie höchste Anforderungen und gestalten den Pflegeprozess individuell für jede Patientin und jeden Patienten. Unsere Spitzenmedizin bietet den Pfle genden vielseitige berufliche Heraus

forderungen und Möglichkeiten. Die Qualität der Pflege weiterzuentwickeln und die Pflegekräfte kontinuierlich fort zubilden, hat bei uns hohe Priorität. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist die Stärkung der akademischen Pflegeaus bildung. Gleichzeitig treiben wir die Digi talisierung voran mit dem Ziel, Pflegende

zu entlasten und die Versorgungsquali tät zu erhöhen. Viele Pflegende wirken aktiv in Projekten im Schnittstellenma nagement mit, um Tools wie digitale OP Checklisten und Spot-Check-Monitore zum Einsatz zu bringen.

VIELFALT DER PFLEGE AM UKSH

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Akademisch qualifizierte Pflegende in der direkten Patientenversorgung

Internationale Pflegekräfte Arbeitsalltag und unterstützt sie beim Ankommen in Deutschland. Zudem sind zusätzlich 129 junge Menschen aus ver schieden Nationen zur Ausbildung nach Kiel und Lübeck gekommen.

Seit 2025 haben akademisch ausgebil dete Pflegende mit einem Bachelorab schluss in Pflege oder Gesundheitswis senschaften die Möglichkeit, mit einem erweiterten Tätigkeitsprofil am UKSH zu arbeiten. Dabei bringen sie ihre wissen schaftlichen Kompetenzen in Kombina tion mit ihrer pflegefachlichen Exper tise direkt in die Patientenversorgung ein. In enger Abstimmung mit den pfle gerischen Teams und Teamleitungen analysieren und reflektieren sie Ver

sorgungsfragen sowie Pflegeprozes se – insbesondere in hochkomplexen oder speziellen Pflegesituationen. So können im Sinne der evidenzbasierten Praxis zielgerichtete Maßnahmen etab liert und gesteuert werden, die zu best möglichen Versorgungsergebnissen für Patientinnen, Patienten und deren An gehörige beitragen.

Das UKSH heißt jedes Jahr auch viele internationale Pflegende willkommen – 2025 waren es insgesamt 157. Ein pro fessionelles Integrationsmanagement erleichtert ihnen den Einstieg in den

INTERNATIONALE PFLEGE AM UKSH

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PFLEGEFACHPERSONEN AUSGEZEICHNET:

Healthcare Professional Poster Award Im September 2025 stan den am UKSH Forschungs ideen von Pflegefachper sonen, Therapeutinnen und Therapeuten im Mittelpunkt. Beim ersten Healthcare Pro fessional Poster Award für Pflege- und Therapieberufe präsentierten sie 15 wissen schaftliche Arbeiten in vier thematischen Clustern: Ar beitswelt und Organisation, Kinder- und Jugendgesund heit, klinische Interventio nen sowie Public Health und Diversität. Die Premiere bot nicht nur eine Bühne für ak tuelle Forschungsergebnis se, sondern stärkte auch den Austausch zwischen Theorie und Praxis. 1. Platz Jule Steinbach, Campus Lübeck, zeigt in ihrer Arbeit Maßnahmen, die Kindern während einer Venenpunk tion Angst und Schmerzen neh men können.

Pia Goetze, Campus Kiel,

Sonderpreis: Leticia de Almeida Carvalho Teixeira, Campus Kiel, Pflegefachperson aus Brasilien, untersuchte die öffentliche Wahr nehmung und Rechte von Menschen mit Albinismus und Doppeldisabilität.

entwickelte ein Kon zept zur Einführung von Ethikvisiten in der pädiatrischen Intensivpflege.

Ella Peschel, Campus Lübeck, stellte ihre Metaana lyse zum Einsatz von Intensivtagebüchern als präventive Maß nahme gegen post traumatische Belas tungsstörungen vor.

2. Platz

3. Platz

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

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Pflege stärken, Expertise sichtbar machen Die Pflegebevollmächtigte der Bun desregierung, Katrin Staffler, MdB, be suchte im Oktober 2025 das UKSH am Campus Kiel. Pflegedirektorin Sabine Richter begrüßte die Bundestagsabge ordnete gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen pflegefachlichen Arbeitsfeldern, die zentrale Entwicklungen und Herausfor derungen fachlich fundiert vorstellten. Deutlich wurde, mit welchen Strategien das UKSH auf die strukturellen Ver änderungen im Gesundheitswesen re agiert – von der Fachkräftegewinnung und digitalen Technologien zur Entlas tung der Pflege bis hin zur Akademi sierung der Pflege und der Integration ausländischer Pflegender. Der Besuch war geprägt von großem Interesse an pflegefachlicher Expertise. Das UKSH schätzt diese Form des Aus tauschs und bringt seine Perspektiven aktiv in die Weiterentwicklung der Pfle ge und die Gestaltung eines zukunfts festen Gesundheitssystems ein – kons truktiv, praxisnah und mit klarem Blick auf die Versorgungsrealität

„Die Gesundheitsberufe befinden sich in einem stetigen Wandel. Ihre zent rale Rolle in der Versorgung gewinnt an Sichtbarkeit – und die akademische Pflegeausbildung ist dabei ein wichti ger Baustein. Sie schafft neue Hand lungsspielräume, stärkt die interpro

fessionelle Zusammenarbeit und trägt dazu bei, die Versorgung qualitativ wei terzuentwickeln“, sagte Monika Alke, Vorstand für Krankenpflege, Patienten service und Personalangelegenheiten (COO) am UKSH.

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MEDIZINISCHE FAKULTÄT DER CAU

SEKTION MEDIZIN DER UZL

Die Medizinische Fakultät der Christian Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und die Sektion Medizin der Universität zu Lübeck (UzL) sind in Schleswig-Holstein verantwortlich für Forschung und Leh re in der Hochschulmedizin, eng ver knüpft mit dem UKSH. Durch das enge Zusammenspiel von interdisziplinärer klinischer Forschung und Krankenver sorgung gelingt es, zum Nutzen unse rer Patientinnen und Patienten aktuelle Studienergebnisse schnell in moderne Diagnostik- und Therapieverfahren zu übertragen. Die Medizinische Fakultät und die Sektion Medizin kooperieren

mit dem UKSH auch in campusübergrei fenden Strukturen wie dem Universitä ren Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) und Precision Health Schles wig-Holstein (PHSH). Für die Studierenden der Medizin und Zahnmedizin sowie der akademisier ten Pflegeberufe bieten die Fachberei che Medizin der Universitäten Kiel und Lübeck eine ausgezeichnete Qualität in der Lehre. Die exzellente Forschung bildet dabei die Basis für ein breit gefä chertes Lehrangebot. Neben dem UKSH arbeiten die Universitäten mit zahlrei chen Akademischen Lehrkrankenhäu

sern (Kiel: 14, Lübeck: 26), Gesundheits ämtern und Lehrpraxen eng zusammen, um die praxisnahe Ausbildung der Stu dierenden zu sichern. Die klinisch Forschenden in Kiel und Lübeck betreiben biomedizinische Spit zenforschung in zahlreichen Arbeits gruppen und Projekten – gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern. Ihre Erfolge zeigen sich in der Förderung durch die Deutsche For schungsgemeinschaft (DFG), das Bun desministerium für Forschung, Techno logie und Raumfahrt (BMFTR) sowie viele weitere Verbundvorhaben. Inno

vative Forschungsfelder wie die digitale Medizin und Anwendungen der künstli chen Intelligenz entwickeln sich an bei den Standorten dynamisch weiter. Der Universitätsmedizin in Schleswig-Hol stein kommt auch eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung von Clinician Scientist Programmen zu. Insgesamt befanden sich 2025 in Kiel 67 und in Lübeck 55 Ärztinnen und Ärzte in einem Clinician Scientist-Programm. Dazu zählen in Kiel 10 und in Lübeck 12 Advanced Clinician Scientists, die ihre Facharztausbildung bereits erfolgreich abgeschlossen ha ben.

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2025 Zahlen, Daten und Fakten

Forschungsverbünde/-projekte

BMFTR-Verbundprojekte: 5 (20 weitere Beteiligungen) Clinician Scientist- und Advanced Clinician Scientist-Programme: 6 Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung:2 G-BA Innovationsfonds: 5

Exzellenzcluster: 1 DFG Graduiertenkollegs: 1

DFG (Klinische) Forschungsgruppen: 2 European Research Council (ERC): 6 EU-Verbundprojekte: 3 (10 weitere Beteiligungen)

FORSCHUNG

Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Forschungsschwerpunkt: Landeszuschuss

LEHRE

• Präzisionsmedizin

69,08 Mio. €

Profilbereiche:

Drittmittelausgaben je Herkunftsart:

Studierende WS 25/26

Klinische Professorinnen und Professoren:

• Entzündungsforschung • Neurowissenschaften • Onkologie • Biomaterialien und Medizintechnik

BMFTR: 14,43 Mio. € DFG: 15,96 Mio. € Industrie: 23,52 Mio. € EU: 5,53 Mio. € Sonstige: 13,66 Mio. €

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2.093 Zudem sind 27 Personen in Weiterbildungs studiengängen und 506 Personen im Promo tionsstudium eingeschriebenen. WS 25/26: Medizin: 1.617 WS 25/26: Zahnmedizin: 390 WS 25/26: Medical Life Science: 32 WS 25/26: Pflegepädagogik: 54

abgeschlossene Habilitationsverfahren:

17

Drittmittelausgaben:

abgeschlossene Promotionen

73,10 Mio. € → Drittmittelausgaben am UKSH inkl. ZIP, ohne Vorklinik

174 (149 Medizin, 22 Zahnmedizin, 3 Dr. rer. medic.)

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Neuberufungen Prof. Jan Leipe W3-Professur für Rheumatologie (02/2025) Prof. Philipp Altrock W2-Heisenberg-Professur für Cancer Modeling and Evolution (04/2025) Prof. Kristin Rattay W2-Professur für Immunpharmakologie (05/2025) Prof. Quirin Hammer W1-Professur (mit Tenure Track W2) für angeborene und adaptive Lymphozyten Regulation (08/2025) Prof. Michael Skeide W3-Professur für kognitive und neuronale Entwicklung im frühen Kindesalter (09/2025) Prof. David Krug W3-Professur für Strahlentherapie (12/2025) Prof. Klaus Rabe neue Seniorprofessur an der Medizinischen Fakultät der CAU (12/2025)

2025 Zahlen, Daten und Fakten

FORSCHUNG

Sektion Medizin der Universität zu Lübeck Forschungsschwerpunkt:

Landeszuschuss

• Infektion und Entzündung • Gehirn, Hormone, Verhalten • Biomedizintechnik

56,1 Mio. €

Profilbereiche:

Drittmittelausgaben je Herkunftsart:

• Medizinische Genomik • KI und intelligente Systeme • Gesundheitswissenschaften • Translationale Onkologie • Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung

BMFTR: 11,8 Mio. € DFG: 11,6 Mio. € Industrie: 9,0 Mio. € EU: 2,7 Mio. € Sonstige: 10,5 Mio. €

FORSCHUNGSVORHABEN DER CAU

MEDIZINISCHE FAKULTÄT UNIVERSITÄT KIEL

Drittmittelausgaben:

45,6 Mio. € → Drittmittelausgaben am UKSH inkl. ZIP, ohne Vorklinik

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Neuberufungen Prof. Tanja Zeller W3-Professur für Kardiogenetik (01/2025) Prof. Tobias Lange W3-Professur für Anatomie (01/2025) Prof. Marina Weckend W3-Professur für Hebammenwissenschaft (02/2025) Prof. Joanne Trinh W2-Heisenberg-Professur für Neurogenomik Prof. Anja Boos W3-Professur für Plastische Chirurgie (03/2025) Prof. Sebastian Fudickar W2-Professur für Medical Data Engineering (03/2025) Prof. Stefan Kopf W3-Professur für Endokrinologie und Diabetologie (05/2025) Prof. Bruno Köhler W3-Professur für Präzisionsonkologie und frühe klinische Studien (08/2025) Prof. Yoko Miura W2-Professur für Ophthalmologische Biophotonik (11/2025) Prof. Susanne Keipert W2-Professur für Zentrale Metabolische Inflammation (11/2025) Prof. Kim Honselmann W2-Professur für Onkologische Chirurgie (11/2025) Prof. Christian Frerker W2-Professur für Kardiologie mit Schwerpunkt intervent. Therapie (12/2025)

FORSCHUNGSVORHABEN DER UNI LÜBECK

Forschungsverbünde/-projekte

EU-Verbundprojekte: 2 BMFTR-Verbundprojekte: 2 Clinician Scientist- und Advanced Clinician Scientist-Programme: 2 Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung:4 G-BA Innovationsfonds: 3

Exzellenzcluster: 1 DFG Sonderforschungsbereiche: 3 DFG Graduiertenkollegs: 2 DFG (Klinische) Forschungsgruppen: 2 European Research Council (ERC): 3

LEHRE

Studierende WS 25/26

Klinische Professorinnen und Professoren:

112

2.066 WS 25/26: Humanmedizin:

1.554

abgeschlossene Habilitationsverfahren:

WS 25/26: Pflege:

71

WS 25/26: Physiotherapie:

165 140

6

WS 25/26: Hebammenwissenschaft: WS 25/26: Ergotherapie/Logopädie: WS 25/26: Angw. Pflegewissenschaft: 21 WS 25/26: Gesundheits- u. Versorgungs- 74 wissenschaften 41

abgeschlossene Promotionen

136 (115 Humanmedizin, 18 Humanbiologie, 3 Zahnmedizin)

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DFG fördert neuartige Bildgebung mit 4,3 Millionen Euro

Antikörper im Fokus

IMTE entwickelt und von zahlreichen Forschungsgruppen aus ganz Deutsch land unterstützt. In der internationa len Begutachtung erhielt das Vorhaben Bestnoten und wurde als besonders geeignet angesehen, die nächste Gene ration der MPI-Technologie in Richtung klinischer Anwendung zu beschleuni gen. MPI ist eine junge, hochsensitive Echtzeit-Bildgebung, die magnetische Nanopartikel im Körper sichtbar macht und zunehmend den Weg für neue dia gnostische und therapeutische Kon zepte bereitet.

Die Universität zu Lübeck erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Förderung für ein neues Graduierten kolleg im Bereich Immunologie. Unter der Leitung von Prof. Dr. Rudolf Manz vom Institut für Systemische Entzün dungsforschung und Prof. Dr. Stefanie Derer-Petersen vom Institut für Ernäh rungsmedizin erforschen Promovieren de, wie Antikörper hergestellt werden, die sowohl schützende als auch krank machende Reaktionen an Haut, Darm und Lunge auslösen können. Das Kolleg bietet eine strukturierte und interdiszip linäre Ausbildung mit besonderem bio informatischem Schwerpunkt. Ergänzt wird die Expertise durch Projektleitende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die als mitantragstellende Hoch schule beteiligt ist.

Prof. Dr. Stefanie Derer-Peter sen (Co-Sprecherin) und Prof. Dr. Rudolf Manz (Sprecher) leiten das neue Graduierten kolleg 3095 „Protektive und pathogene Antikörperantwor ten an Barriereorganen“.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat im Dezember 2025 den Antrag der Universität zu Lübeck zur Erforschung eines neuartigen Scanners für das Ma gnetic Particle Imaging (MPI) in Kom bination mit Computertomographie und Hyperthermie in Höhe von etwa 4,3 Millionen Euro bewilligt. Das Kon zept wurde von der Universität zu Lü beck, dem UKSH und dem Fraunhofer

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ANTIKÖRPER IM FOKUS

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Sonderforschungs bereich zur inneren Uhr

Alterskrankheiten besser vorbeugen Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert mit 1,3 Millionen Euro ein in terdisziplinäres Forschungskolleg des UKSH und der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), das wissenschaftlich talen tierten jungen Ärztinnen und Ärzten ein optimales Umfeld zur Vertiefung ihrer Arbeiten ermöglicht soll. Im Fokus steht die Prävention altersbedingter Krank heiten: Häufige Krankheiten im höheren Lebensalter wie Krebs, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen ent stehen schleichend und bleiben meist lange unbemerkt. Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte stille Entzün

Ein großer Erfolg für die Forschung in Lübeck: Die Deutsche Forschungsge meinschaft fördert seit Oktober 2025 den Sonderforschungsbereich/Trans regio 418 „Fundamente der Zirkadianen Medizin“. Die Universität zu Lübeck ist neben der Koordination durch die Cha rité – Universitätsmedizin Berlin Co Sprecherhochschule. Im Zentrum des Projekts steht die zirkadiane Medizin, ein aufstrebendes Forschungsfeld, das untersucht, wie tageszeitabhängige biologische Rhythmen mit der Entste hung und dem Verlauf von Krankheiten zusammenhängen. Ziel des neuen Son derforschungsbereichs ist es, die zu grunde liegenden Mechanismen dieser Rhythmen besser zu verstehen und da raus neue diagnostische und therapeu tische Ansätze abzuleiten.

dungen, die ähnliche Muster zeigen wie chronische Erkrankungen, zum Beispiel Morbus Crohn und Rheumatoide Arth ritis. Ziel des neuen Forschungskollegs ist es, die molekularen Mechanismen zu erforschen, insbesondere die Wechsel wirkungen zwischen Ernährung, Mikro biom und Entzündungen.

SFB ZUR INNEREN UHR BEWILLIGT

Prof. Dr. Henrik Oster, Institut für Neurobiologie, ist Co-Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs zur Zirkadianen Medizin.

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Neue Analyseplattform zur Mikrobiom-Forschung

Quantenbasierte Bildgebung zeigt Stoffwechsel Veränderungen

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Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 800.000 Euro für den Aufbau einer neuen interdiszi plinären Analyseplattform zur Mikro biom-Forschung. Sie entsteht aus der Zusammenarbeit des Mikrobiom-La bors am Institut für Klinische Moleku larbiologie unter der Leitung von PD Dr. Corinna Bang und der Forschungs gruppe von Prof. Dr. Mathilde Poyet am Institut für Experimentelle Medizin. Bis lang einzigartig in dieser Form ist die enge Verbindung von Genomsequen

zierung von Mikroorganismen, ihrer funktionellen Analyse und Biobanking in einer gemeinsamen Infrastruktur. Sie hilft Forschenden künftig zu klären, welche Mikroben im Körper vorhanden sind und welche Rolle sie für Gesund heit und Krankheit spielen. Am Campus Kiel ist die Mikrobiom-Forschung unter anderem im Exzellenzcluster PMI seit vielen Jahren ein etablierter und star ker Forschungsfokus. Die neue zent rale Serviceeinheit richtet sich an For schungsgruppen und externe Partner aus Medizin und Lebenswissenschaften.

Mit 3,5 Millionen Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Aufbau des „Norddeutschen Zentrums für Hyperpolarisierung – northpole“ in Kiel über fünf Jahre. Damit erhält die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) einen klinischen Hyperpolarisa tor, der in der Sektion Biomedizinische Bildgebung der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie am UKSH, Cam pus Kiel, sowie am Molecular Imaging North Competence Center (MOIN CC) eingesetzt wird. „Mit dieser Förderung

können wir besondere Kontrastmittel für die Magnetresonanztomographie herstellen. Diese haben ein besonders starkes MRT-Signal, sodass wir Stoff wechselveränderungen bei Krankhei ten direkt sehen können. Wir gewinnen damit einen echten Mehrwert in Diag nose und Therapie“, sagte Prof. Dr. Jan Bernd Hövener, Professor für Transla tionale Magnetresonanztomografie an der Medizinischen Fakultät der CAU und Leiter der Sektion für Biomedizini sche Bildgebung.

PD Dr. Corinna Bang (links) und Prof. Dr. Mathilde Poyet leiten gemeinsam die neue DFG-geförderte Mikrobiom-Plattform an der CAU.

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