Jahresbericht 2025

Universitäres Kinderwunschzentrum

Bakterienarten einen Einfluss haben können. Darüber hinaus wurde 2025 eine neue deutschlandweite Studie vom Standort Lübeck aus gestartet. Im sogenannten REWAG-Projekt wird un tersucht, wie wirksam und sicher indi viduell angepasste Hormonbehandlun gen im Alltag sind. Gleichzeitig konnte eine klinische Studie zu einem neuen Behandlungsansatz bei eingeschränk ter Eierstockfunktion erfolgreich abge schlossen werden. Auch international ist das Kinder wunschzentrum weiterhin sehr gut ver netzt und an wichtigen medizinischen

Leitlinien beteiligt. Zudem bringt es seine Erfahrung aktiv in die Weiter entwicklung gesetzlicher und medizi nischer Rahmenbedingungen für die Reproduktionsmedizin in Deutschland ein. So ist Prof. Georg Griesinger im wissenschaftlichen Beirat der Bundes ärztekammer in der Qualitätssicherung aktiv und wirkt an der Überarbeitung der Richtlinie zur Entnahme und Über tragung von menschlichen Keimzellen oder Keimzellgewebe im Rahmen der assistierten Reproduktion mit.

Das Jahr 2025 war geprägt von einer weiteren Individualisierung der Kin derwunschbehandlung sowie einer gestärkten internationalen und be rufspolitischen Sichtbarkeit des Kin derwunschzentrums des UKSH. In der praktischen Versorgung zeigte sich eine steigende Nachfrage nach Maßnahmen zum Erhalt der Fruchtbarkeit und nach individuell abgestimmten Therapien. Auch im Mittelpunkt der wissenschaft lichen Arbeit stand die Frage, wie Be handlungen noch gezielter auf einzel ne Patientinnen abgestimmt werden können, um die Erfolgschancen zu ver bessern. Dazu wurden insbesondere

Methoden rund um den Transfer zuvor eingefrorener Embryonen und die hor monelle Unterstützung danach weiter untersucht und optimiert. Mehrere große Studien konnten erfolg reich durchgeführt und veröffentlicht werden. Eine davon zeigte, dass be stimmte Hormonwerte am Tag des Em bryotransfers keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Geburt haben. Eine weitere Studie er gab, dass die Zusammensetzung der natürlichen Bakterienflora im Vaginal bereich insgesamt kein verlässlicher Faktor für den Erfolg einer künstlichen Befruchtung ist, auch wenn einzelne

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