Jahresbericht 2025

Neue Behandlungsmöglichkeiten durch roboterassistierte Mikrochirurgie

Dr. Dr. Henning Wieker, Leitender Oberarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, bei einem Eingriff mit dem Mik rochirurgie-Roboter. Das System ermöglicht feinste Nähte mit be sonders dünnem Material, gleicht das kleinste Zittern aus und bie tet durch 3D-Visualisierung mit bis zu 30-facher Vergrößerung eine deutlich verbesserte Sicht auf das Operationsfeld.

2025 haben die Expertinnen und Exper ten am Campus Kiel gleich zwei neue Operationsverfahren mit dem mikro chirurgischen Robotersystem vom Typ „Symani Surgical System“ erfolgreich durchgeführt. Dem interdisziplinären Team der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der HNO-Klinik gelang es erstmals in Deutschland, mithilfe des Mikrochi

rurgie-Roboters winzige Gefäße zu verbinden, um den Lymphabfluss im Halsbereich eines Patienten wiederher zustellen, der nach einer Krebsopera tion unter sehr starken Schwellungen litt. Durch die neue OP-Methode konnte das Risiko eines Luftröhrenschnitts ver mieden und die Lebensqualität des Be troffenen erheblich verbessert werden. Weltweit erstmalig erfolgte mit dem

roboterassistierten System eine Shunt Operation in der Gefäßchirurgie. Dabei wurde ein sogenannter Dialyse-Shunt angelegt – eine künstliche Verbindung zwischen Arterie und Vene, die für die Blutreinigung per Dialyse erforderlich ist. Dank der Robotik war der Eingriff besonders schonend und präzise. Roboterassistierte Chirurgie ist am UKSH fest etabliert. Neue Technologien

werden hier patientenorientiert in die chirurgische Versorgung intergiert. Das Kurt-Semm-Zentrum für laparoskopi sche und roboterassistierte Chirurgie, das interdisziplinäre Kompetenzzent rum von UKSH und Christian-Albrechts Universität zu Kiel, treibt die Wei terentwicklung und Spezialisierung fachübergreifend voran.

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