UKSHforum April 2026
MEDIZIN UND WISSENSCHAFT
Viele Kinder mit einer Krebserkrankung können heute mit guten Hei lungschancen behandelt werden. Damit die möglichen Spätfolgen einer Behandlung frühzeitig erkannt werden, gibt es am UKSH in Lübeck kom petente Unterstützung. Nachsorge sichert Therapieerfolge langfristig
Ein mobiles Ultraschall gerät ermöglicht eine Untersuchung durch Dr. Alina Ikels direkt vor Ort am Krankenbett.
Schon in jungen Jahren können entartete Zellen das Leben eines Menschen bedrohen: Etwa drei von 1.000 Kindern in Deutschland werden bis zu ihrem 18. Geburtstag mit der Diagnose Krebs kon frontiert. Häufig sind es Leukämien, Hirntumoren oder Lymphdrüsenkrebs, deren Behandlungen sehr belastend sind. Glücklicherweise haben an Krebs erkrankte Kinder aufgrund modernster Therapien gute Chancen, die schwere Krankheit zu besiegen. Allerdings kön nen Folgeerscheinungen auftreten, die durch die Erkrankung selbst, aber auch durch die onkologische Behandlung hervorgerufen werden. Eine intensive Betreuung der Patientinnen und Pati enten ist daher auch nach der Therapie nötig-und
das über einen sehr langen Zeitraum. Während in der frühen Nachsorge zunächst genau überwacht wird, ob kein neuer Ausbruch der Krebserkrankung auftritt, rücken später die Folgeschäden der Therapie in den Vordergrund. Die Begleitung der Patientinnen und Patienten ist daher aufgrund der Komplexität einer Krebserkrankung sehr anspruchsvoll. Leuchtturmprojekt aus Lübeck „Die Nachsorge ist ein wichtiges Element der Krebsbehandlung. Wir versuchen so früh wie möglich mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen", sagt Prof. Dr. Thorsten Langer, Leiter der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie am Campus Lübeck. Als Teil des Universitären Cancer Centers Schleswig-Holstein (UCCSH) bietet der
16
FORUM 2026/2
Made with FlippingBook - Online magazine maker