UKSH Forum Oktober 2026 interaktiv

TITELTHEMA

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Bei Verdacht auf Prostatakrebs werden die Bilder einer speziellen Magnetresonanztomographie mithilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet, sodass die Gewebeentnahme gezielt an der verdächtigen Stelle erfolgen kann.

30 SEKUNDEN SELBSTCHECK

NEUE METHODE ZUR BLUTUNTERSUCHUNG

NEUE METHODE ZUR DIAGNOSE VON PROSTATAKREBS

Nierensteine bei einer 30-Jährigen, eine gestaute Niere bei einem Säugling, Blasenkrebs bei einer Rent nerin: Am UKSH versorgen die Kliniken für Urologie in Kiel und Lübeck Patientinnen und Patienten mit modernsten Behandlungsmethoden, angewandter Forschung und einer engen Zusammenarbeit mit Fachdisziplinen wie der Radiologie, Strahlentherapie und der Onkologie. Millimeterarbeit für eine schnelle Genesung Die urologischen Kliniken in Kiel und Lübeck nutzen modernste chirurgische Systeme, um Patientinnen und Patienten mittels minimalinvasiver Schlüssellochtechnik so schonend wie möglich zu operieren. Dabei gelangen die Instrumente durch wenige Millimeter kleine Zugänge ins Körperinnere. Bei der klassischen Laparoskopie führt das ärztliche Team sie mit der Hand. Bei der roboterassistierten Chirurgie steuert es sie über eine Konsole, während ein Robotersystem die Bewegungen ausführt. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das eine schonendere Behandlung des Gewebes, weniger Blutverlust und eine schnellere Entlassung beziehungs weise Genesung.

Das Gros der Behandlungen machen an beiden Kliniken Krebserkrankungen des Urogenitaltrakts aus, vor allem Prostatakrebs, Harnblasenkrebs und Nierenkrebs. Hinzu kommen seltenere Tumoren wie Hoden- und Penis krebs. Gerade beim Harnblasenkrebs haben sich die Therapieoptionen in den vergangenen Jahren massiv weiterentwickelt. Heute kommen am UKSH moderne medikamentöse Systemtherapien sowie Kombinati onen aus Immun- und Chemotherapie zum Einsatz. Diese perioperativen Behandlungsverfahren werden an beiden Standorten direkt in die Versorgung inte griert und erweitern das Spektrum der universitären interdisziplinären Tumormedizin entscheidend. Jede Therapie wird dabei in fachübergreifenden Tumorkonferenzen abgestimmt, an denen neben der Urologie auch Onkologie, Strahlentherapie, Radiolo gie und Pathologie beteiligt sind. Ernährungsbera tung, Physiotherapie, psychoonkologische Begleitung und palliativmedizinische Unterstützung stehen ebenfalls zur Verfügung. Beide Kliniken sind dafür in das Universitäre Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) eingebunden, den Zusammenschluss aller

onkologisch tätigen Einrichtungen des UKSH in Kiel und Lübeck.

dynamische Wächterlymphknoten-Detektion durch, um jenen Lymphknoten aufzuspüren, den Tumorzellen als Erstes erreichen würden. Diese präzise Gewebeortung ist nur möglich, weil die Nuklearmedizin am selben Standort eingebunden ist. Bei Verdacht auf Prostatakrebs arbeitet die Klinik eng mit der Radiologie zusammen. Die Bilder einer spe ziellen Magnetresonanztomographie werden mithilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet und anschlie ßend auf das Ultraschallgerät übertragen, sodass die Gewebeentnahme gezielt an der verdächtigen Stelle erfolgen kann. Flankiert wird das von einem neu gegründeten Studienzentrum, über das Patien tinnen und Patienten aus dem gesamten Norden bis zur dänischen Grenze an Untersuchungen zu Wirk stoffen teilnehmen können, die regulär noch nicht zugelassen sind. Mit Laserlicht und Ultraschall sanft ins Nierenbecken Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der komplexen Endourologie, also auf Eingriffen, die von innen über die

Bündelung zertifizierter Kompetenz am Campus Kiel Die Klinik für Urologie am Campus Kiel unter der Lei tung von Prof. Dr. Philipp Nuhn ist als uroonkologisches Zentrum der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) für gleich fünf Krebserkrankungen zertifiziert: für Tumoren der Prostata, der Harnblase, der Niere, des Hodens und des Penis. Diese Kombination erreichen bundesweit nur wenige Kliniken. Der erste Schwerpunkt der Klinik liegt damit auf der interdisziplinären Krebsmedizin, operativ wie medikamentös und häufig in Kombination beider Wege. Zudem kommt bei Eingriffen an Prostata, Niere und Harnblase zunehmend die roboterassistierte Chirurgie zum Einsatz. Das Kurt-Semm-Zentrum ist mit fünf Systemen eines der größten Roboterzentren in Deutschland. Wie sehr die Nähe der Fachdisziplinen zählt, zeigt sich beim vergleichsweise seltenen Peniskrebs. Gemeinsam mit der Nuklearmedizin führt das Kieler Team eine

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