Imagebroschüre_Institut für Rettungs- und Notfallmedizin
ABGESCHLOSSEN
LiNo – Logistik in der präklinischen Notfallmedizin
Der Rettungsdienst ist ein vielschichtiges System, welches sowohl medizinische als auch logistische Herausforderungen vereint. Bundesweit bewegt es sich im Spannungsfeld zwischen hoher Versorgungsqualität und steigendem Kostendruck sowie einer sich verändernden Kliniklandschaft und zunehmenden Einsatzzahlen. Die Hilfsfrist als etabliertes Planungskriterium oder die Erweiterung bestehender Rettungsmittelvorhaltungen als Lösung stehen derzeit zur Diskussion. Seit Jahren wird eine Reform der Notfallversorgung gefordert. Es besteht ein erheblicher Bedarf an innovativen und zukunftsfähigen Konzepten, um den vielfältigen Herausforderungen des deutschen Rettungsdienstes zu begegnen. Die Projektumsetzung erfolgte durch das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holsteins (UKSH) gemeinsam mit dem Health Care Lab des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Die Projektmittel wurden ab September 2022 für drei interdisziplinäre Expertenworkshops zum Thema „Logistik in der präklinischen Notfallversorgung“ verwendet. Im Mittelpunkt der Workshops standen die Anwendung moderner, datenbasierter Planungsmethoden für logistische Fragestellungen des Rettungsdienstes wie Disposition und Standortplanung. Durch die Anwendung computerbasierter Simulationen und Methoden mathematischer Optimierung sollten neue und innovative Perspektiven für die Organisation des Rettungsdienstes entwickelt werden.
Ziel des Projekts war, den Rettungsdienst in Deutschland durch die Verknüpfung von logistischer und medizinischer Expertise zu optimieren. Ein Workshop mit führenden Experten aus dem Bereich Rettungsdienst und präklinischer Notfallversorgung sollte die Betrachtung spezifischer Aspekte ermöglichen. Ziel dieses Think Tanks sollte sein, die gewonnenen Erkenntnisse aus Sicht der Logistik in die Fläche zu bringen, um mit einem verstärkten und erweiterten Verständnis der logistischen Aspekte im Rettungsdienst die vorhandenen Ressourcen effizienter einzusetzen. Der interprofessionelle Austausch hat gezeigt, dass datengestützte Simulation der Notfallversorgung in Deutschland vielversprechende Ansätze zur Verbesserung der Versorgungsqualität bietet.
Projektförderer: BINZ Stiftung
Fördersumme: 9.690 € Projektzeitraum: 01.05.2022 – 31.12.2024
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